Freeride- und Singletrailcamps in Saalbach-Hinterglemm

Freeride- und Singletrailcamps in Saalbach-Hinterglemm

WRSV - Nach dem großen Erfolg des letztjährigen Freeride- und Singletrailcamps in Saalbach-Hinterglemm stand schnell fest, dass es 2016 eine Wiederholung geben sollte.

Tag 1

Am 30.06. diesen Jahres war es dann soweit und die insgesamt 13 Teilnehmer und 2 Referenten starteten unter zunächst sehr wechselhaften Wetterbedingungen in den Lehrgang. Auf Grund des starken Regens am Mittag wurde die Vorstellungsrunde kurzerhand in die Gaststube des Hotels Wiesenegg verlegt, welches auch dieses Jahr mit tollem Service und leckerem Essen zu begeistern wusste. Kurz danach hatte der Wettergott Erbarmen und so schien kurze Zeit später wieder Sonne. Somit ging es auch umgehend zum Übungsgelände in Hinterglemm. Nach ein paar Dehnungsübungen standen die ersten Fahrtechnikchecks an. Hier hatten die anwesenden Guideanwärter dann die Möglichkeit, das fahrtechnische Können „ihrer“ Teilnehmer zu beurteilen und sich Gedanken zu möglichen Technikübungen zu machen.

Anschließend galt es dann noch die ersten Meter auf den örtlichen Trails zurücklegen, die dank der gerade erst begonnenen Saison noch in Top-Zustand waren. Auf der Milka-Line hatte jeder die Gelegenheit seinen Flow zu finden und sich auf die kommenden Tage einzustimmen.

Am Abend stand für die Guideanwärter planen, planen, planen an um den nächsten Tag für die übrigen Teilnehmer interessant, abwechslungsreich und vor allem lehrreich zu gestalten.

Tag 2

Bei bestem Wetter startete die Gruppe am Freitag wieder auf dem Übungsgelände mit dem Fahrtechniktraining. Vor allem Kurventechnik, Bremsen und das Überwinden von Hindernissen waren Thema an diesem Vormittag. Innerhalb kürzester Zeit fanden die Teilnehmer, dank der sehr guten Anleitung durch die Trainer, immensen Spaß daran ihr Bike durch die Anlieger des Pumptracks zu drücken. Genauso gut lief es mit den zu überwindendenden Hindernissen. Hier gelang es so mache(n) innerhalb kürzester Zeit zum Bunny-Hop zu führen – Mega-Erfolgserlebnis inklusive.

Nach knapp 2 Stunden ging für die, in zwei Gruppen aufgeteilten, Teilnehmer den nächsten Schritt zu wagen - rauf auf die Z-Line! Dem ein oder anderen noch aus dem Vorjahr bekannt aber manchen noch komplett unbekannt schwankten die Gefühle zwischen Vorfreude und ausgewachsenem Respekt. Aber auch der wandelte sich nach der ersten Abfahrt in ein riesiges Grinsen und die Lust auf „MEHR“. Zunächst stand aber eine Stärkung zum Mittag an. Hierfür ging es per Reiterkogelbahnrauf auf die Sportalm um von dort aus die Blue-Line unter die Stollen zu nehmen. Danach stand das Highlight des Tages auf dem Plan – die Auffahrt zum
Schattberg mit dem Ziel „Hacklberg-Trail“. Dank Kaiserschmarrn, Spaghetti usw. stellten die knapp 200 HM bis zum Westgipfel kein großes Problem dar. Nach dem obligatorischen Gruppenbild (inkl. Maskottchen) hieß es dann: „Protektoren an, der Helm zu und Dämpfer auf!“
Auf X km und Y HM bietet der Trail unzählige Sprünge, Anlieger und kleinere Drops, die allesamt sehr natürlich wirken – ein Traum für Enduristen und Freerider. Und das sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Dank der guten Planung und Führung der beiden Guideanwärter Rico und Andreas konnte im Anschluss nochmal die Z-Line Angriff genommen werden und bildete den Abschluss des Tages. Abends stand dann wieder die Planung des
nächsten Tages an. Hier wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und zwei Angebote für die Teilnehmer erstellt, die es dann am folgenden Tag zu „verkaufen“ galt.

Tag 3

Am Samstag hatten dann die Teilnehmer die Qual der Wahl: Exklusive und intensives Techniktraining mit den „Traillegenden“ Marvin und Klaus oder Tour á la Big-5-Challenge mit den „Rund-um-Sorglos“-Guides Rico und Andreas. Da die Touren gemäß den Wünschen vom Vorabend geplant waren fanden sich die Gruppen recht schnell und es konnte um kurz nach neun losgehen. Die einen starteten wie gewohnt auf dem Fahrtechnikgelände um das bisher gelernte zu vertiefte und zu erweitern. Für die anderen ging es über den „Wurzeltrail“ Richtung Asitz, dem Leoganger Hausberg. Der Trail machte seinem Namen alle Ehre und forderte fahrerisches Können um die unzähligen kleinen und größeren Hindernisse zu überwinden. Aber auch hierbei kam der Spaß nicht zu kurz. Belohnt wurde die Anstrengung mit der Abfahrt auf dem neu eröffneten Hot-Shots-Trail im Bikepark Leogang. Hier konnte insbesondere an
Sprung- und Kurventechnik gefeilt werden. Die gut gebauten Tables und Anlieger boten dafür genug Raum. Über den Hangman II ging es bis runter an die Talstation der Asitzbahn um auf dem dortigen Übungsgelände das „Dropen“ zu trainieren. Im Anschluss ging es dann mit Lift und aus eigener Kraft hinauf bis auf den Großen Asitz.

Die geplante Mittagspause auf der Panoramaalm wurde auf Grund der „suboptimalen“ Ausschilderung auf der Rückfahrt nach Saalbach kurzerhand aufs Spielberghaus verlagert. Auf Grund des sich dann verschlechternden Wetters konnte auf der Tour noch der Höllentrail Richtung Tal gefahren werden, bevor es zurück zum Hotel ging. Die geplante Auffahrt auf den Schattberg wurde Sinne eines vernünftigen Risikomanagements nicht unternommen. Gleiches galt für die Technikgruppe, die nach ihren Trainingseinheiten auf Z-Line und Pro-Line unterwegs waren, die Auffahrt auf den Schattberg aber ebenfalls cancelten.

Tag 4

Am letzten Tag zeigte sich das Wetter dann etwas freundlicher allerdings war nicht klar, wie sich der Regen der Nacht auf die Strecke ausgewirkt hatte. Nach der ersten Abfahrt auf der Milka-Line war klar: Alles gut! Die Strecke war nicht aufgeweicht, der Staub weg und der Grip da. Somit war auch das Ziel für die vorletzte (den eine letzte gab es an dem Wochenende nie ;-) ) Abfahrt klar: der am Vortag ausgefallene Hacklbergtrail. Dank Regen war dieser ebenfalls super zu fahren. Dies war dann auch der angemessene Abschluss für ein tolles Wochenende an dem die angehenden Trainer und Guides sehr viel Erfahrung für die Praxis sammeln konnten und einiges bezüglichTourenplanung und Umgang mit verschiedensten Kursteilnehmern gelernt haben. Und das Feedback der Teilnehmer? „Man sieht sich nächstes Jahr… wieder in Saalbach!“